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Küchenmontage: Kosten, Ablauf und wie Sie einen Küchenmonteur finden

· 10 Min. Lesezeit
Küche mit Holzfronten, dunklen Oberschränken und beleuchteter Arbeitsfläche

Die neue Küche ist bestellt oder steht schon in Kartons im Flur, und jetzt braucht es jemanden, der sie aufbaut. Bei der Küchenmontage geht es um mehr als das Zusammenschrauben von Schränken: Oberschränke müssen sicher an der Wand hängen, die Arbeitsplatte muss passen, Spüle und Kochfeld brauchen saubere Ausschnitte, und am Ende kommen Wasser, Strom und vielleicht Gas dazu. Was die Kosten bestimmt und wie Sie einen Küchenmonteur finden, hängt genau an diesen Punkten.

Dieser Ratgeber richtet sich an Mieterinnen, Mieter, Eigentümerinnen und Eigentümer in Deutschland, die eine Küchenmontage privat beauftragen möchten, unabhängig davon, wo die Küche gekauft wurde. Sie lesen, welche Arten von Küchen es gibt, wann das Aufmaß stattfinden sollte, was bei Wand und Arbeitsplatte zählt, wer die Anschlüsse machen darf, was den Preis bestimmt und worauf Sie bei Angebot, Abnahme und Rechnung achten. Konkrete Preise nennen wir bewusst nicht. Sie hängen von Küche, Wohnung, Region und Anbieter ab.

Welche Küche haben Sie? Drei Varianten

Für die Montage macht es einen großen Unterschied, ob Sie fertige Module aufbauen lassen oder ob die Küche auf Ihren Raum zugeschnitten wird. Klären Sie das als Erstes, denn davon hängt ab, wer was macht.

Küchenarten und was sie für die Montage bedeuten.
KüchenartWas der Monteur machtWas den Aufwand bestimmt
Modulküche aus dem PaketSchränke nach Anleitung aufbauen, ausrichten, an der Wand befestigenAnzahl der Module, Qualität der Beschläge, Zustand der Wände
Teilindividuelle KücheStandardschränke montieren und an Nischen, Ecken und Passstücke anpassenZuschnitte, Blenden, Sonderteile, genaues Aufmaß
Maßanfertigung vom SchreinerAufmaß, Fertigung in der Werkstatt, Einbau vor Ort meist durch denselben BetriebPlanung, Material, Werkstattzeit, Einbau und Nacharbeit

Bei einer Küche aus Standardmodulen kaufen Sie die Teile oft selbst und beauftragen nur die Montage. Bei einer Maßanfertigung liegen Planung, Fertigung und Einbau meist in einer Hand. Je mehr Teile angepasst werden müssen, desto wichtiger ist es, dass das Aufmaß stimmt und dass klar ist, wer für einen Fehler einsteht, wenn ein Teil nicht passt.

Aufmaß und Planung vor der Küchenmontage

Das Aufmaß sollte derjenige nehmen, der die Küche liefert oder anpasst. Misst jemand anderes, ist bei einer Abweichung schwer zu klären, wer verantwortlich ist. Wichtig ist der Zeitpunkt: Gemessen wird erst, wenn feststeht, wo Wasseranschluss, Abfluss, Steckdosen, Herdanschluss und gegebenenfalls Gasleitung liegen. Werden Leitungen nach dem Aufmaß verlegt, passen Ausschnitte und Schrankpositionen womöglich nicht mehr.

  • Wände: Sind sie gerade und im rechten Winkel? Alte Wände sind selten exakt, das muss beim Ausrichten ausgeglichen werden.
  • Boden: Ein schiefer Boden wird über die Stellfüße der Unterschränke ausgeglichen, aber nur bis zu einer gewissen Grenze.
  • Anschlüsse: Lage von Wasser, Abfluss, Steckdosen und Herdanschluss, dazu Fenster, Heizkörper und Türen, die nicht zugebaut werden dürfen.
  • Geräte: Maße und Einbauvorgaben von Kühlschrank, Backofen, Geschirrspüler und Dunstabzug.

Oberschränke, Wand und Arbeitsplatte

Oberschränke tragen Geschirr, Gläser und Vorräte, und das Gewicht hängt vollständig an der Wand. Ob sie sicher halten, entscheidet das Wandmaterial. In massivem Mauerwerk oder Beton halten passende Dübel viel. In Trockenbauwänden aus Gipskarton braucht es entweder eine Befestigung im Ständerwerk, Verstärkungen hinter der Platte oder spezielle Hohlraumdübel, die für die Last ausgelegt sind. Sagen Sie dem Monteur vorher, woraus Ihre Wände bestehen, damit er das richtige Material mitbringt.

Die Arbeitsplatte kommt oft zuletzt

Arbeitsplatten gibt es aus beschichteter Spanplatte, Holz, Granit oder Quarzkomposit. Eine beschichtete Platte schneidet der Küchenmonteur häufig selbst zu und fräst die Ausschnitte für Spüle und Kochfeld. Platten aus Naturstein oder Quarz werden meist von einem eigenen Fachbetrieb gefertigt, und dieser misst erst, wenn die Unterschränke stehen und ausgerichtet sind. Dazwischen liegt oft eine Wartezeit, in der die Küche ohne Platte steht. Planen Sie das ein und fragen Sie, wer die Ausschnitte für Spüle, Kochfeld und Armatur macht.

Material und Beschläge

Schrankkorpusse bestehen meist aus Spanplatte oder MDF, die Fronten sind beschichtet, foliert oder lackiert. Für den Alltag zählen vor allem die Beschläge: Scharniere mit Dämpfung schließen leise, Vollauszüge lassen sich ganz herausziehen. Günstige Scharniere und Auszüge verstellen sich schneller und müssen öfter nachjustiert werden. Fragen Sie, welche Beschläge verbaut sind, bevor Sie zwei Angebote vergleichen.

Sie suchen einen Küchenmonteur?

Beschreiben Sie Ihre Küche, die Zahl der Schränke, die Arbeitsplatte, die Wände und ob die alte Küche abgebaut werden soll, und legen Sie Planung und Fotos bei. Auf Hirovo geben Sie kostenlos eine Anzeige auf. Anbieter in Ihrer Nähe sehen sie, bewerben sich oder schreiben Ihnen. Wen Sie beauftragen, entscheiden Sie.

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Strom, Gas und Wasser: wer was anschließen darf

Hier verläuft eine klare Grenze. Schränke stellen, Arbeitsplatte zuschneiden und Geräte einsetzen ist Montagearbeit. Anschlüsse an die Hausinstallation sind etwas anderes.

  • Herd und Kochfeld: Ein Anschluss an Drehstrom darf nur von einer Elektrofachkraft gemacht werden.
  • Gas: Ein Gasherd darf nur von einem Installateur angeschlossen werden, der beim Netzbetreiber eingetragen ist.
  • Wasser: Spüle, Armatur und Geschirrspüler werden an Zulauf und Abfluss angeschlossen. Viele Monteure übernehmen das, fragen Sie aber nach, ob es im Angebot enthalten ist.

Anschlüsse schriftlich klären. Lassen Sie sich im Angebot festhalten, wer Herd, Gas und Wasser anschließt. Ist der Monteur selbst keine Elektrofachkraft oder kein eingetragener Gasinstallateur, beauftragen Sie diese Arbeiten getrennt, statt sie nebenbei erledigen zu lassen.

Was die Kosten einer Küchenmontage bestimmt

Küchenmonteure rechnen unterschiedlich ab, mal pauschal pro Küche, mal pro Schrank, mal nach Aufwand. Vergleichbar sind Angebote nur, wenn sie dieselben Leistungen enthalten. Diese Punkte verändern den Betrag:

  • Umfang: die Zahl der Unter-, Ober- und Hochschränke und der Einbaugeräte.
  • Art der Küche: Module nach Anleitung oder Anpassungen mit Zuschnitten und Passstücken.
  • Material und Zubehör: Beschläge, Blenden, Sockel, Beleuchtung und Innenausstattung.
  • Abbau der alten Küche: Demontage und Entsorgung sind eigene Arbeitsschritte.
  • Arbeitsplatte: Zuschnitt, Verbindungen, Ausschnitte oder eine Platte aus Stein vom Fachbetrieb.
  • Wand und Verstärkung: Trockenbau oder unebene Wände kosten mehr Zeit und Material.
  • Stockwerk und Aufzug: Schwere Teile ohne Aufzug in ein oberes Stockwerk zu tragen, braucht mehr Leute.
  • Anschlüsse: Wasser im Angebot oder nicht, Strom und Gas durch eigene Fachleute.

Holen Sie zwei oder drei schriftliche Angebote ein. Ein Kostenvoranschlag ist nach § 632 Abs. 3 BGB im Zweifel nicht zu vergüten; soll er etwas kosten, muss das vorher vereinbart sein. Zeigt sich während der Arbeit, dass der Betrag wesentlich überschritten wird, muss der Unternehmer Ihnen das nach § 649 BGB unverzüglich mitteilen. Bitten Sie außerdem darum, Arbeits- und Materialkosten getrennt auszuweisen. Die Arbeitskosten für Handwerkerleistungen im Haushalt können nach § 35a EStG die Einkommensteuer mindern, wenn sie auf der Rechnung ausgewiesen sind und Sie per Überweisung zahlen, nicht bar.

So läuft die Beauftragung ab

  • Anfrage: Nennen Sie Art und Umfang der Küche, die Planung, Wandtyp, Stockwerk, ob abgebaut werden soll und welche Anschlüsse nötig sind. Legen Sie Fotos des Raums bei.
  • Angebot: Achten Sie auf Leistungsbeschreibung, Materialliste, Termin, Zahlungsplan und die Frage, welche Gewährleistung oder Garantie der Anbieter nennt. Eine Anzahlung ist üblich, der Rest sollte erst nach der Abnahme fällig werden.
  • Termin: Räumen Sie die Küche leer, sorgen Sie für freie Wege und legen Sie alle gelieferten Teile bereit. Prüfen Sie die Lieferung vorher auf Vollständigkeit und Transportschäden.
  • Abnahme: Prüfen Sie, ob Fronten gleichmäßig ausgerichtet sind, Türen und Auszüge sauber laufen, die Arbeitsplatte waagerecht liegt, Fugen ordentlich mit Silikon abgedichtet sind und kein Anschluss tropft. Notieren Sie Mängel, bevor der Monteur geht.
  • Rechnung: Zahlen Sie gegen Rechnung per Überweisung, mit getrennt ausgewiesenen Arbeitskosten.

Fragen Sie vor der Zusage nach einem angemeldeten Gewerbe und einer Haftpflichtversicherung. Wird beim Bohren eine Leitung beschädigt oder fällt ein Oberschrank herunter, ist die Versicherung entscheidend.

Einen Küchenmonteur finden mit einer kostenlosen Anzeige bei Hirovo

Auf Hirovo geben Sie kostenlos eine Anzeige auf. Anbieter aus Ihrer Region sehen sie, bewerben sich oder schreiben Ihnen in der App. Wen Sie beauftragen, entscheiden Sie. Damit keine falsche Erwartung entsteht: Hirovo ist in Deutschland noch klein, die Zahl der registrierten Anbieter ist begrenzt, und in manchen Regionen meldet sich womöglich niemand. Hirovo prüft weder Identität noch Versicherung oder Bewertungen und ist weder Arbeitgeber noch Vermittler oder Vertragspartei.

In die Anzeige gehören die Art der Küche, die Zahl der Schränke, die Arbeitsplatte, der Wandtyp, Stockwerk und Aufzug, ob die alte Küche abgebaut werden soll, welche Anschlüsse nötig sind, Planung, Fotos und der gewünschte Termin. Nennen Sie den Stadtteil, nicht Ihre Adresse; die bekommt erst der Anbieter, den Sie auswählen.

Kurz gesagt

Bei der Küchenmontage entscheiden die Art der Küche, ein Aufmaß nach festgelegten Anschlüssen und die Wand, an der die Oberschränke hängen. Arbeitsplatten aus Stein werden oft erst gemessen, wenn die Unterschränke stehen. Herd an Drehstrom und Gas sind Arbeiten für eine Elektrofachkraft und einen eingetragenen Gasinstallateur.

Die Kosten hängen von Umfang, Küchenart, Material, Abbau, Arbeitsplatte, Wand, Stockwerk und Anschlüssen ab, nicht von einem Einheitspreis. Vergleichen Sie schriftliche Angebote mit denselben Leistungen, lassen Sie Arbeitskosten getrennt ausweisen, zahlen Sie per Überweisung und prüfen Sie Gewerbe und Versicherung selbst.

Häufige Fragen

Was kostet eine Küchenmontage?

Einen Einheitspreis gibt es nicht. Der Betrag hängt davon ab, wie viele Schränke montiert werden, ob es eine Küche aus Standardmodulen oder eine Maßanfertigung ist und welche Materialien und Beschläge verbaut werden. Dazu kommen der Abbau der alten Küche, Zuschnitt und Ausschnitte der Arbeitsplatte, Verstärkungen an der Wand, das Stockwerk und ob es einen Aufzug gibt. Anschlüsse für Herd, Gas und Wasser sind oft eigene Leistungen anderer Fachleute. Beschreiben Sie Ihre Küche genau, legen Sie Planung und Fotos bei und vergleichen Sie zwei oder drei schriftliche Angebote mit denselben Leistungen.

Darf der Küchenmonteur den Herd anschließen?

Das hängt von seiner Qualifikation ab, nicht von seinem Auftrag. Ein Herd oder Kochfeld mit Drehstromanschluss darf nur eine Elektrofachkraft anschließen. Ein Gasherd darf nur von einem Installateur angeschlossen werden, der beim Netzbetreiber eingetragen ist. Viele Küchenmonteure stellen Schränke, Arbeitsplatte und Geräte, übernehmen aber keine Arbeiten an der Elektro- oder Gasinstallation. Fragen Sie vorher ausdrücklich, wer den Anschluss macht: der Monteur selbst mit passender Qualifikation, eine Fachkraft, mit der er zusammenarbeitet, oder ein Betrieb, den Sie getrennt beauftragen. Lassen Sie sich das im Angebot festhalten.

Muss ich für einen Kostenvoranschlag bezahlen?

Ein Kostenvoranschlag ist nach § 632 Abs. 3 BGB im Zweifel nicht zu vergüten. Will ein Anbieter dafür Geld, sollte das vorher klar vereinbart sein, am besten schriftlich. Ein Aufmaß vor Ort, bei dem Wände, Anschlüsse und Ecken genau vermessen werden, kann eine eigene Leistung sein; fragen Sie, ob es berechnet und später angerechnet wird. Stellt sich während der Arbeit heraus, dass der veranschlagte Betrag wesentlich überschritten wird, muss der Unternehmer Ihnen das nach § 649 BGB unverzüglich anzeigen. Sie können dann entscheiden, wie es weitergeht.

Kann ich die Küchenmontage von der Steuer absetzen?

Die Arbeitskosten für Handwerkerleistungen im eigenen Haushalt können nach § 35a EStG die Einkommensteuer mindern. Das gilt für den Lohnanteil, nicht für das Material, also nicht für Schränke, Arbeitsplatte oder Geräte. Voraussetzung ist eine Rechnung, auf der die Arbeitskosten getrennt ausgewiesen sind, und eine Zahlung per Überweisung auf das Konto des Anbieters. Barzahlung reicht dafür nicht. Bitten Sie den Monteur schon im Angebot, Arbeits- und Materialkosten getrennt aufzuführen. Wie viel sich in Ihrem Fall auswirkt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung oder dem Finanzamt.

Wie hilft mir Hirovo, und prüft Hirovo die Anbieter?

Auf Hirovo geben Sie kostenlos eine Anzeige auf. Handwerkerinnen und Handwerker in Ihrer Nähe sehen sie, bewerben sich oder schreiben Ihnen in der App, und Sie entscheiden, wen Sie beauftragen. Hirovo ist in Deutschland eine kleine Plattform, und die Zahl der registrierten Anbieter ist begrenzt. In manchen Regionen meldet sich womöglich niemand. Hirovo prüft weder Identität noch Versicherung oder Bewertungen und ist weder Arbeitgeber noch Vermittler oder Vertragspartei. Gewerbe, Haftpflichtversicherung, Angebot und Rechnung prüfen Sie selbst, bevor Sie zusagen.


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