Hirovo
Hirovo
← Alle Beiträge

Küchenhilfe in Wien einstellen: Restaurant oder Großküche, geringfügig oder Teilzeit — und warum „dringend gesucht“ nicht hilft

· 8 Min. Lesezeit
Person im weißen Kittel portioniert mit Handschuhen Essen in Menüschalen auf dem Band einer Großküche

Freitagmittag, die Spülstraße läuft seit zwei Stunden, und die Person, die das eigentlich macht, hat gestern nicht mehr angerufen. Wer in Wien eine Küchenhilfe einstellen will, kennt den Reflex: schnell ein Inserat online, im Titel „dringend gesucht“, und dann warten. Was zurückkommt, sind entweder sehr wenige Rückmeldungen oder Bewerbungen von Leuten, die etwas ganz anderes gesucht haben als das, was Sie zu besetzen haben.

Dieser Beitrag richtet sich an Sie, wenn Sie in Wien ein Lokal, eine Hotelküche, eine Betriebs-, Schul- oder Großküche führen und eine Küchenhilfe oder einen Abwäscher anstellen wollen. Es geht um die Weggabelung, die in diesem Beruf alles bestimmt, um die Wortwahl im Titel, um geringfügige Beschäftigung und die Anmeldung vor Arbeitsantritt, um die Frage, wovon das Entgelt abhängt — und darum, warum ausgerechnet der dringliche Titel Ihnen die Bewerbungen kostet.

Küchenhilfe in Wien ist zwei verschiedene Berufe unter einem Namen

Das ist der wichtigste Punkt, und er wird in den meisten Inseraten nicht beantwortet. In der Gastronomie der Innenbezirke — Restaurant, Beisl, Hotelküche — heißt Küchenhilfe: Abwasch, Zuarbeit, Abendbetrieb, Wochenende. In der Großküche heißt derselbe Begriff etwas anderes: geregelte Frühschicht ohne Abend, in den Küchen des Wiener Gesundheitsverbunds, in städtischen Kindergärten, in Betriebs- und Schulküchen.

Beide Gruppen tauchen in derselben Suche auf. Aber sie ziehen völlig unterschiedliche Bewerberinnen und Bewerber an, und wer sich einmal auf eine Frühschicht eingestellt hat, bewirbt sich nicht auf einen Abenddienst. Ein Inserat, das nicht sagt, welche der beiden Welten gemeint ist, bekommt deshalb nicht mehr Bewerbungen, sondern die falschen.

Dieselbe Berufsbezeichnung, zwei getrennte Arbeitsmärkte. Sagen Sie in der ersten Zeile, welcher gemeint ist.
Restaurant, Beisl, HotelkücheGroßküche (Krankenhaus, Kindergarten, Betrieb, Schule)
ArbeitszeitMittag und Abend, Dienstschluss spät, Einteilung wechselt mit dem GeschäftFrühschicht mit festem Beginn und Ende, planbar über Wochen
WochenendeRegelfall, Samstag und Sonntag sind die stärksten TageMeist frei oder nur in klar abgegrenzten Diensten
Tempo und AblaufStoßzeiten, wechselnde Mengen, enge Küche, viel ZurufGleichmäßiger Takt, feste Abläufe, größere Mengen, mehr Routine
Typisches AusmaßHäufig geringfügig oder Teilzeit, dazu ein kleines GrundteamHäufiger Teilzeit oder Vollzeit mit fixem Dienstplan
Wer sich bewirbtStudierende, Menschen mit einer zweiten Beschäftigung, QuereinstiegMenschen mit Betreuungspflichten, längerfristige Suche, Wunsch nach Planbarkeit
Was das Inserat entscheidetDienstschluss und Heimweg, Wochenendrhythmus, Trinkgeld- und TeamsituationBeginnzeit, Dauer, Standort und Erreichbarkeit in der Früh

Warum „dringend gesucht“ gegen Sie arbeitet

Die dringliche Formulierung ist die am häufigsten gesuchte Variante überhaupt — und gleichzeitig der häufigste Fehler im Inserat. Wer in einer Küche gearbeitet hat, liest Dringlichkeit nicht als Chance, sondern als Hinweis: hohe Fluktuation, dünne Besetzung, schlechte Planung. Also genau die Stelle, die man nach ein paar Wochen wieder verlässt.

Die Eile selbst ist ja berechtigt. Nur gehört sie in konkreter Form ins Inserat, nicht als Adjektiv. Statt „dringend“ schreiben Sie hin, ab wann die Stelle zu besetzen ist, in welchem Ausmaß, an welchen Tagen gearbeitet wird und in welchem Bezirk der Betrieb liegt. Das erzeugt dieselbe Dringlichkeit, aber als Entscheidungshilfe: Jemand kann in wenigen Sekunden sehen, ob es sich ausgeht.

Abwäscher oder Küchenhilfe: Das Titelwort filtert vor

In der Suche sind das zwei getrennte Wörter, und die Leute dahinter erwarten unterschiedliche Arbeit. Das ist für Sie kein sprachliches Detail, sondern die erste Filterstufe Ihres Inserats — und sie kostet nichts.

Das Titelwort ist die erste Filterstufe. Wählen Sie es nach der Arbeit, die tatsächlich anfällt.
Titelwort im InseratWer sich darauf meldetPasst, wenn …
AbwäscherMenschen, die genau diese Arbeit suchen und sie oft schon kennender Dienst im Kern aus Spülstraße, Geschirr und Küchenreinigung besteht
KüchenhilfeMenschen, die Zuarbeit erwarten und eine Perspektive Richtung Küche sehenVorbereitung, Rüsten und Zuarbeit einen echten Teil des Dienstes ausmachen
Beides im TitelBeide Gruppen, aber nur wenn der Text die Aufteilung erklärtdie Stelle tatsächlich beides umfasst und Sie im Text sagen, wie sich das verteilt

Der Fehler, der daraus entsteht, ist immer derselbe: Eine Person bewirbt sich auf eine Küchenhilfe, steht dann acht Stunden an der Spülstraße und kündigt nach vier Wochen. Sie suchen erneut, und die Stelle gilt intern als schwierig zu besetzen — obwohl nur das Titelwort nicht gestimmt hat.

Geringfügig oder Teilzeit — und was daran Ihre Aufgabe ist

Geringfügige Beschäftigung ist in diesem Segment üblich, gerade in der Gastronomie und bei Wochenenddiensten. Sie ist aber keine formlose Aushilfe. Auch hier gilt: Anmeldung bei der Österreichischen Gesundheitskasse vor Arbeitsantritt, nicht am Abend danach und nicht am Ende der ersten Woche. Es besteht Unfallversicherungsschutz, und es braucht ein schriftlich festgehaltenes Dienstverhältnis samt Einstufung.

Zwei Punkte sollten Sie dabei kennen, weil sie im Gespräch fast immer vorkommen. Erstens ist der Kranken- und Pensionsversicherungsschutz für die Person eingeschränkt; viele wissen das und fragen danach. Zweitens sind geringfügig Beschäftigte häufig mehrfach beschäftigt — sie können also nur in bestimmten Zeitfenstern, und ein Dienstplan, der jede Woche anders aussieht, ist für sie schlicht nicht machbar. Welche Grenze für das laufende Jahr gilt und welche Meldungen für Ihren Betrieb dazukommen, prüfen Sie bei der ÖGK beziehungsweise mit Ihrer Lohnverrechnung, bevor das Inserat online geht.

Für die Ausschreibung folgt daraus eine einfache Regel: Entscheiden Sie das Ausmaß vorher und schreiben Sie es in die erste Zeile. Wer geringfügig sucht, liest Vollzeitinserate gar nicht, und umgekehrt. Ein Inserat, das das Ausmaß offenlässt, erreicht nicht mehr Leute, sondern weniger. Brauchen Sie beides, schreiben Sie zwei getrennte Stellen aus.

Rechnen Sie damit, dass Ihr Inserat neben Kleinanzeigen gelesen wird — viele suchen in diesem Bereich genau dort. Dieses Publikum liest kurz und vergleicht schnell. Ein Firmenporträt mit Leitbild wird übersprungen; eine Anzeige mit Bezirk, Betriebsart, Ausmaß, Dienstzeiten und Startdatum gewinnt. Schreiben Sie das Wichtigste nach oben und halten Sie den Rest kurz.

Stelle in Wien ausschreiben

Wenn feststeht, ob es Restaurant oder Großküche ist, wie das Ausmaß aussieht und wann die Dienste liegen, ist das Inserat in wenigen Minuten geschrieben. Auf Hirovo schreiben Sie die Stelle aus, und Interessierte aus Wien und Umgebung bewerben sich direkt bei Ihnen.

Stelle ausschreiben →

Wer in Wien gerade um dieselben Leute wirbt

Bevor Sie veröffentlichen, lohnt ein Blick darauf, wer sonst noch sucht: mit welchen Dienstzeiten, in welchem Ausmaß und mit welchen Anforderungen. Die Übersicht für Wien zeigt, welche Berufe hier aktuell ausgeschrieben sind; eine Ebene darüber liegt das Bundesland Wien und darüber ganz Österreich. Es geht nicht darum, abzuschreiben, sondern darum zu sehen, welche Fragen die anderen Betriebe beantworten und welche sie offenlassen — dort gewinnt Ihr Inserat.

Was das Entgelt einer Küchenhilfe in Wien bestimmt

Nach dem Gehalt wird ausdrücklich gesucht, und ein Inserat, das dazu schweigt, wird beim Durchsehen zuerst übersprungen. Nur lässt sich die Zahl nicht abschreiben, weil sie von Ihrem Betrieb abhängt. Den größten Unterschied macht die Branche: Für eine Hotel- oder Restaurantküche gilt ein anderer Kollektivvertrag als für eine Betriebs-, Schul- oder Krankenhausküche. Genau deshalb sind Großküche und Gastronomie auch beim Entgelt nicht vergleichbar.

Dazu kommen die Einstufung innerhalb des jeweiligen Kollektivvertrags, also was die Person tatsächlich tut und wie eigenständig, das vereinbarte Ausmaß, Zuschläge für Sonn- und Feiertagsdienste sowie anrechenbare Vordienstzeiten. Klären Sie die Reihenfolge, die viele umdrehen: zuerst Einstufung, dann das Mindestentgelt aus dem aktuell geltenden Kollektivvertrag, erst dann das Inserat. Verbindliche Auskunft geben die Fachgruppe Ihres Betriebs bei der Wirtschaftskammer und die zuständige Gewerkschaft; dort liegt auch die jeweils gültige Tabelle.

Sprache, Hygiene und Einschulung

In Wiener Küchen arbeiten sehr oft Menschen mit einer anderen Erstsprache, und die Arbeit funktioniert. Was die Tätigkeit wirklich braucht, ist ein Niveau, auf dem Sicherheits- und Hygieneanweisungen, Mengenangaben und Absprachen im Dienst zuverlässig verstanden werden. Wer im Inserat pauschal sehr gutes Deutsch verlangt, halbiert den Bewerberkreis ohne Gegenwert — und verliert dabei genau die erfahrenen Leute. Schreiben Sie lieber hin, wofür die Sprache im Dienst gebraucht wird.

Die Schulung des Personals nach den lebensmittelhygienischen Vorgaben ist Aufgabe des Betriebs und gehört zur Einschulung, genauso wie die Unterweisung an den Maschinen und die Handhabung der Reinigungsmittel. Das ist kein Punkt, den Sie von Bewerberinnen und Bewerbern mitbringen lassen können. Welche Anforderungen für Ihren Betrieb konkret gelten, klären Sie mit der zuständigen Behörde beziehungsweise der Fachgruppe bei der Wirtschaftskammer ab.

Der Ablauf bis zur Besetzung

  • Welche Welt, welche Arbeit. Restaurant- oder Großküchenbetrieb, Abwasch oder Zuarbeit, Dienstlage und Dienstschluss festlegen — bevor irgendetwas geschrieben wird.
  • Ausmaß entscheiden. Geringfügig, Teilzeit oder Vollzeit, und bei den ersten beiden zusätzlich die gewünschten Tage und Zeitfenster.
  • Einstufung und Entgeltangabe klären. Über die Fachgruppe bei der Wirtschaftskammer beziehungsweise die zuständige Gewerkschaft, vor der Veröffentlichung.
  • Kurz und konkret ausschreiben. Titelwort passend wählen, Startdatum statt Dringlichkeit, Bezirk und Erreichbarkeit nennen — und zügig antworten.
  • Anmeldung vor Arbeitsantritt, dann einschulen. Auch bei geringfügiger Beschäftigung und auch bei einem einzelnen Aushilfsdienst.

Zusammengefasst

Wenn Sie in Wien eine Küchenhilfe einstellen, scheitert die Besetzung selten am Angebot und fast immer daran, dass das Inserat nicht sagt, welche Arbeit gemeint ist. Sagen Sie in der ersten Zeile, ob es Restaurantbetrieb mit Abenddienst oder Großküche mit Frühschicht ist. Wählen Sie das Titelwort nach der Arbeit, die wirklich anfällt. Entscheiden Sie das Ausmaß vorher statt im Gespräch. Ersetzen Sie „dringend gesucht“ durch Startdatum, Tage und Bezirk. Und erledigen Sie die Anmeldung, bevor der erste Dienst beginnt. Das ist der Unterschied zwischen einem Inserat, das online steht, und einer Stelle, die besetzt wird und besetzt bleibt.

Häufige Fragen

Schreibe ich die Stelle als Küchenhilfe oder als Abwäscher aus?

Das entscheidet, wer sich meldet, denn in der Suche sind das zwei getrennte Wörter. Wenn die Stelle im Kern Abwasch und Spülstraße ist, schreiben Sie das auch hin. Wer sich auf eine Küchenhilfe bewirbt, erwartet meist Zuarbeit, Vorbereitung und eine Perspektive in Richtung Küche; bleibt es dann beim Abwasch, ist die Person nach wenigen Wochen wieder weg, und Sie suchen erneut. Umgekehrt gilt dasselbe: Wer wirklich Zuarbeit braucht, schreckt mit dem Wort Abwäscher genau die Leute ab, die er sucht. Am klarsten ist ein Titel, der beides benennt, wenn die Stelle wirklich beides umfasst, und der im Text sagt, wie sich die Arbeit über den Dienst verteilt.

Was bedeutet geringfügige Beschäftigung für mich als Arbeitgeber praktisch?

Sie ist in diesem Bereich üblich, aber sie ist keine formlose Aushilfe. Auch eine geringfügig beschäftigte Person wird vor Arbeitsantritt bei der Österreichischen Gesundheitskasse angemeldet, es besteht Unfallversicherungsschutz, und es gilt ein schriftlich festgehaltenes Dienstverhältnis mit Einstufung. Für die Person selbst ist der Kranken- und Pensionsversicherungsschutz eingeschränkt, was sie oft bereits weiß und im Gespräch anspricht. Rechnen Sie außerdem damit, dass viele mehrfach beschäftigt sind, also nur in bestimmten Zeitfenstern können. Welche Grenze für das laufende Jahr gilt und welche Meldungen für Ihren Betrieb dazukommen, prüfen Sie vor der Ausschreibung bei der ÖGK beziehungsweise mit Ihrer Lohnverrechnung.

Wovon hängt ab, was eine Küchenhilfe in Wien verdient?

Von mehreren Punkten, die Sie vor dem Inserat klären sollten, nicht danach. Erstens von der Branche Ihres Betriebs: Für eine Hotelküche gilt ein anderer Kollektivvertrag als für eine Betriebs-, Schul- oder Krankenhausküche, und das ist der größte einzelne Unterschied. Zweitens von der Einstufung innerhalb dieses Kollektivvertrags, also davon, was die Person tatsächlich tut und wie eigenständig. Dazu kommen das vereinbarte Ausmaß, Zuschläge für Sonn- und Feiertagsdienste sowie anrechenbare Vordienstzeiten. Verbindliche Auskunft geben die Fachgruppe Ihres Betriebs bei der Wirtschaftskammer und die zuständige Gewerkschaft; Zahlen aus fremden Inseraten taugen dafür nicht, weil sie regelmäßig neu verhandelt werden.

Wie viel Deutsch braucht eine Küchenhilfe wirklich?

In Wiener Küchen arbeiten sehr viele Menschen mit einer anderen Erstsprache, und die Arbeit funktioniert trotzdem. Was die Tätigkeit tatsächlich braucht, ist ein Niveau, auf dem Sicherheits- und Hygieneanweisungen, Mengenangaben und die Absprache im Dienst zuverlässig verstanden werden. Das ist ein klarer, aber niedriger Anspruch. Wenn Sie im Inserat pauschal sehr gutes Deutsch verlangen, halbieren Sie den Bewerberkreis ohne Gegenwert, und Sie verlieren dabei genau die erfahrenen Leute, die seit Jahren in Küchen arbeiten. Schreiben Sie stattdessen hin, wofür die Sprache im Dienst gebraucht wird, und ob eingeschult wird.

Warum soll ich nicht „dringend gesucht“ in den Titel schreiben?

Weil es die meistgesuchte Formulierung ist und trotzdem gegen Sie arbeitet. Wer in der Küche schon gearbeitet hat, liest Dringlichkeit als Hinweis auf hohe Fluktuation, dünne Besetzung und schlechte Planung, also auf genau die Stelle, die man nach kurzer Zeit wieder verlässt. Der Satz sagt außerdem nichts darüber, ob die Stelle passt. Wirksamer ist dieselbe Information in konkreter Form: ab wann die Stelle zu besetzen ist, in welchem Ausmaß, an welchen Tagen und in welchem Bezirk gearbeitet wird. Damit erreichen Sie dieselbe Eile, aber als Entscheidungshilfe statt als Warnsignal.


Sie möchten diese Arbeit vergeben? Schalten Sie eine kostenlose Anzeige — Fachkräfte und Betriebe in Ihrer Nähe sehen sie. Sie können sich auch zuerst die bereits veröffentlichten Anzeigen ansehen.